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Sattel richtig einstellen
Soll eine gefederte Sattelstütze eingebaut werden, muss der Rahmen circa 4 cm niedriger sein. Der Sattel muss unbedingt waagerecht stehen. Kippt er nach hinten, zieht sich der Fahrer ständig unbewusst wieder nach vorn und verspannt damit im Schulter-Armbereich. Kippt die Sattelnase nach vorn, muss er sich abstützen und gegendrücken.
Auch sollte der Sattel zur Breite der Sitzhöcker passen. Hier hilft nur Probesitzen!
Die Sitzhöcker müssen ganz auf dem Sattel aufliegen. Es darf jedoch beim Treten nichts an den Sattelkanten scheuern - dann ist der Sattel zu breit. Ein verstellbarer Lenkervorbau lässt den Neigungswinkel und die Lenkerhöhe besser einstellen. Wie aufrecht oder leicht nach vorn gebeugt jemand sitzen möchte, ist individuell verschieden.
Richtiges Tempo wählen Das Rad passt, und es kann Iosgehen! Die Gangschaltung ist jedoch nicht dazu da, um mal schneller und mal langsamer treten zu können, sondern um eine möglichst gleichmäßige Trittfrequenz zu halten.
Beim Fahren sollten sich nur die Beine bewegen, der Oberkörper bleibt in ruhiger Position. Das ist nur möglich, wenn die Trettechnik ausgeglichen ist. Bei langsamem und kraftbetontem Treten muss mehr Muskelkraft aufgewendet werden. Das führt nach einiger Zeit dazu, dass die Muskulatur überbeansprucht wird und sich die Kohlenhydratspeicher leeren. Folge: „Pudding” in den Beinen.
Ein Trettempo von etwa 60 bis 80 Kurbelumdrehungen pro Minute beim Radwanderer und 80 bis 100 beim Rennradfahrer beansprucht die Muskulatur leicht, führt aber auch nach längerer Zeit nicht zur Überbelastung. Der Puls pendelt sich auf einer konstanten Höhe ein, und ein Trainingsreiz für das Herz-Kreislauf-System wird gesetzt.
Puls 120
Aber Vorsicht, nicht gleich übertreiben!
Eine Pulsfrequenz zwischen 90 und 120 je nach Fitnesszustand und Lebensalter ist genug. Das beste und gesündeste Freizeittempo ist das, bei dem man sich noch unterhalten kann. Für den Anfang reicht eine Stunde Fahren zwei bis dreimal in der Woche aus. Vier Wochen später geht alles viel leichter, und die Streckenlängen und Fahrzeiten können langsam gesteigert werden.
Der Sommer ist noch lang!
Uta Bruns
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